Rettungszeichen nach ASR A1.3 und ISO 7010: Ihr Guide für die rechtssichere Fluchtwegkennzeichnung
Rettungszeichen sind spezielle im Betrieb und in anderen Gebäuden verwendbare Sicherheitszeichen. Sie werden zur Fluchtweg-Kennzeichnung genutzt und weisen so den kürzesten Weg zum Notausgang. In Notsituationen wie bei einem Brand bieten sie Sicherheit und vermeiden Panik. Laut ArbStättV ist ihre Verwendung gesetzlich vorgeschrieben und für eine leichte Erkennbarkeit an konkrete Richtlinien geknüpft.
Die Rechtslage: ASR A 1.3, A2.3 und ISO 7010 definieren wichtige Grundlagen für Rettungsschilder
Der Gesetzgeber verpflichtet Sie in Ihrem Unternehmen zu einer klaren und unmissverständlichen Rettungswegkennzeichnung, durch die in Ernstfällen wie Brand und Stromausfall Panikreaktionen und Fehlentscheidungen vermieden werden. Internationaler Standard für den Einsatz sogenannter Sicherheitszeichen bildet die DIN EN ISO 7010. Sie legt die richtige Deutung von Rettungswegen auch ohne Sprachkenntnisse fest. Hierfür werden laut Wikipedia-Eintrag zur ISO 7010 Piktogramme genutzt, anhand derer Ihre Mitarbeiter oder mitunter auch Kunden den Verlauf der Rettungswege ablesen können. Die Piktogramme sind weltweit identisch gestaltet. So befindet sich auf dem grünen Hintergrund ein weißes Symbol.
Für Unternehmen in Deutschland sind zudem die Standards ASR A1.3 und ASR A2.3 bindend:
- ASR A1.3: Die Richtlinie gibt klare Anweisungen zur Sicherheits- und Gesundheitskennzeichnung in Arbeitsstätten aller Art.
- ASR A2.3: Diese Richtlinie bezieht sich auf die Gestaltung der Fluchtwege. Sie enthält klare Anforderungen, die sich auf die Gestaltung von Rettungsplänen, Notausgängen und Fluchtwegen an sich beziehen.
ASR A1.3 und ASR A2.3 legen fest, welche Rettungszeichen Sie in Ihrem Unternehmen verwenden dürfen und wo diese anzubringen sind, sodass im Notfall eine leichte und sichere Orientierung gewährleistet ist. Neben dem Einsatz der Rettungswegschilder schreiben sie Ihnen den Einsatz von Zusatzmaßnahmen wie das Langnachleuchten vor.
Ursprünglich definierte die BGV A4 die Grundlagen der Rettungsschilder-Gestaltung und ihres Einsatzes. Nutzen Sie in Ihrem Betrieb die Rettungswegzeichen nach der alten Norm, gilt für diese unter Umständen ein Bestandsschutz. Die Verwendung aktueller Piktogramme für Rettungswege, die nach DIN EN ISO 7010 gestaltet sind, ist dann aber verboten. Im Notfall können die unterschiedlichen Rettungswegzeichen für Irritationen sorgen und wertvolle Zeit kosten.
Im Onlineshop von Leitherns finden Sie ausschließlich aktuelle und normgerechte Sicherheitszeichen. Sie erleichtern Ihnen die Einhaltung der gesetzlichen Richtlinien und erfüllen weiterhin die gültigen Standards.
Licht ins Dunkel: nachleuchtende Rettungsschilder
Verfügen die Räumlichkeiten Ihres Betriebes nicht über eine Sicherheitsbeleuchtung mit sogenanntem Notstrom, sind Sie laut ASR A3.4/7 zum Einsatz von Rettungszeichen verpflichtet, die langnachleuchtend sind. Sie kommen ohne Notstromversorgung aus. Durch die hier verwendeten Materialien können die Schilder die Lichtenergie speichern und sind daher auch bei vollständigem Stromausfall noch über längere Zeit hinweg sichtbar. Gerade bei nächtlichen Evakuierungen sowie bei starker Rauchentwicklung handelt es sich hier um einen entscheidenden Vorteil.
Um eine reibungslose Funktionsweise dieser Rettungswegzeichen sicherzustellen, definiert die DIN 67510 Klasse C genaue Anforderungen an die Materialien und Eigenschaften dieser Schilder. So ist bei diesen Schildern eine hohe Leuchtdichte verpflichtend, die für eine sehr gute Sichtbarkeit sorgt. Laut Klasse C müssen langnachleuchtende Fluchtwegschilder nach Klasse C nach zehn Minuten eine Leuchtdichte zwischen 150 und 185 mcd/m² aufweisen. Nach 60 Minuten ist zudem noch eine Leuchtdichte von 22 bis 24 mcd/m² vorgeschrieben.
Wir versorgen Sie ausschließlich mit qualitativ hochwertigen Rettungswegzeichen für eine langnachleuchtende Leitmarkierung, die den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Im Vergleich zu vermeintlicher Billigware zeichnen sich unsere Schilder durch eine lange Einsatzdauer aus. Um den Besonderheiten jedes Einsatzbereichs Rechnung zu tragen, können Sie bei uns günstig Rettungszeichen aus verschiedenen Materialien bestellen:
- Folie: Rettungswegzeichen aus Folie sind ideal für glatte, saubere Oberflächen im Innenbereich. Sie haften an Türen und Wänden.
- Kunststoff: Die Schilder aus Kunststoff eignen sich ebenso für die Beschilderung im Innenbereich. Sie sind robust und vielseitig auf verschiedenen Oberflächen verwendbar.
- Aluminium: In Industriehallen, Werkstätten und rauen Umgebungen sind Rettungswegschilder einer besonderen Beanspruchung ausgesetzt. Hier greifen Sie für die Fluchtwegekennzeichnung am besten auf langlebige Schilder aus Aluminium zurück.
Rettungszeichen richtig anbringen: Montage, Platzierung und Erkennungsweite
Bei der Anbringung der Sicherheitskennzeichnung sind Montagehöhe und Sichtweite ausschlaggebend. Möchten Sie sich hier detaillierter informieren, hilft die DGUV Information zur Sicherheitskennzeichnung. Um auch bei größeren Menschenmengen und Rauch für eine gute Sichtbarkeit zu sorgen, bringen Sie die Rettungszeichen am besten 2,00 bis 2,20 Meter über dem Boden an. Für eine optimale Kennzeichnung des Rettungsweges sind Schilder an bestimmten Positionen essenziell. So müssen diese an Türen und Richtungsänderungen montiert werden. Weisen Sie den Hauptfluchtweg mehrfach aus, sodass eine optimale Orientierung im Ernstfall gewährleistet ist. Greifen Sie hier bei längeren Strecken auf Zusatzschilder für Fluchtwege zurück, die in regelmäßigen Abständen angebracht werden.
Die Schildgröße muss zur Raumgröße passen:
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Schildgröße (Höhe) |
Maximale Erkennungsweite |
Einsatzbereich (Beispiel) |
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100 mm |
bis 10 Meter |
Kleine Büros, Flure |
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150 mm |
bis 15 Meter |
Werkstätten, Gänge |
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200 mm |
bis 20 Meter |
Lagerhallen, Logistik |
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300 mm |
bis 30 Meter |
Großraumbüros, Industrie |
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400 mm |
bis 40 Meter |
Weitläufige Areale |
Piktogramme und Pfeilrichtungen korrekt deuten
Piktogramme sollen im Ernstfall eine schnelle und zuverlässige Orientierung ermöglichen. Die Praxis zeigt jedoch, dass es hier immer wieder zu Fehlinterpretationen kommt, die im Notfall lebensgefährlich sind. Nehmen Sie daher eine regelmäßige Unterweisung Ihrer Mitarbeiter vor.
Nach ISO 7010 gehen zum Beispiel die gängigen Pfeile mit folgenden Interpretationen einher:
- Pfeil nach oben: Gerade bei diesem Rettungszeichen ist die interpretierte Bedeutung häufig fehlerhaft. So weist dieses Piktogramm darauf hin, dass der Pfeil geradeaus verläuft oder es sich um einen Durchgang handelt.
- Pfeil nach unten: Diese Piktogramme kennzeichnen abwärts verlaufende Rettungswege und werden etwa angebracht, um eine Treppenführung nach unten zu markieren.
- Pfeil links/rechts: Hierbei handelt es sich um den sogenannten Richtungspfeil. Er gibt an, ob der Fluchtweg nach rechts oder links verläuft. Eine besondere Form stellt hier das Notausgangsschild mit Pfeilrichtung dar.
Ein Schild, das häufig fehlerhaft interpretiert wird, ist der Pfeil nach oben. Fälschlicherweise wird angenommen, dass das Schild einen Etagenwechsel anzeigt. Für einen Etagenwechsel gibt es jedoch eigene Piktogramme, die mit einem Treppensymbol versehen sind.
Neben den genannten Rettungszeichen gibt es eine Reihe von Spezialzeichen, die Sie bei uns günstig und in ausgezeichneter Qualität kaufen können. Dazu gehören Schilder zur Kennzeichnung von:
Sammelstellen.- Notausstiegen.
- Erste-Hilfe-Punkten oder Einrichtungen.
- AED-Aufbewahrungen (automatisierter externer Defibrillator).
Leithners versorgt Sie mit hochwertigen Rettungszeichen für Ihren Betrieb
Die Umsetzung einer normgerechten Kennzeichnung ist für Ihr Unternehmen entscheidend. Sie rettet im Ernstfall Leben, ist fester Bestandteil der Betriebsausstattung und sichert Sie zudem rechtlich ab. Leithners ist Ihr Partner für die Rettungswegkennzeichnung. Wir versorgen Sie mit allen gängigen Piktogrammen, liefern Ihnen aber auch Rettungszeichenleuchten oder stehen Ihnen mit unseren hochwertigen Produkten bei der Fluchttürsicherung zur Seite. Sie suchen individuelle Flucht- und Rettungspläne für Ihr Unternehmen? Auch dann können Sie sich auf uns verlassen.
Als Rettungszeichen-Experte bieten wir Ihnen einen ausgezeichneten Individualisierungsservice. So liefern wir Ihnen Kombischilder mit Text oder stellen Ihnen Rettungszeichen im Sonderformat zur Verfügung. Benötigen Sie Hilfe bei der Kennzeichnung Ihrer Rettungswege oder haben Sie konkrete Fragen zur Individualisierung Ihrer Sicherheitsprodukte, bieten wir Ihnen eine unverbindliche und kompetente Beratung.
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Häufig gestellte Fragen zu Rettungszeichen
Der allgemeine Sprachgebrauch sieht oft eine synonyme Verwendung der beiden Begriffe vor. Fluchtwege sind baurechtlich jedoch für die Selbstrettung von Personen ins Freie vorgesehen. Bei den Rettungswegen handelt es sich um sogenannte Angriffswege. Sie werden bevorzugt von der Feuerwehr genutzt und dienen etwa der Fremdrettung oder der Brandbekämpfung. Die ASR A2.3 fasst beide Arten unter den Anforderungen für Fluchtwege zusammen.
Es ist unerlässlich, dass Rettungszeichen weithin sichtbar sind. Daher müssen sie in ausreichender Höhe montiert werden. Ideal ist eine Höhe zwischen 2,00 und 2,20 Meter, wobei dies der Abstand zwischen der Fußbodenoberkante und der Schildunterkante sein sollte. Durch diese Höhe wird sichergestellt, dass die Schilder selbst über Regalen, bei Menschenansammlungen oder über Tieren ohne Einschränkungen gut sichtbar sind.
Für bestehende Beschilderungen gibt es in Unternehmen einen Bestandsschutz. Dieser gilt aber nur, wenn durch die Gefährdungsbeurteilung keine Mängel festgestellt werden. Wichtig ist zudem, dass Sie darauf achten, dass Sie alte Zeichen nach BGV A8 und neue nach ISO 7010 nicht miteinander vermischen, da dies Missverständnisse begünstigen kann. Für maximale Rechtssicherheit empfehlen wir Ihnen die Umstellung auf die ISO 7010.
Der Pfeil nach oben signalisiert auf einem Rettungszeichen, dass der Weg geradeaus verläuft oder wird für die Kennzeichnung des „Durchganges durch eine Tür“ verwendet. Fälschlicherweise wird oftmals angenommen, dass man eine Treppe nach oben laufen muss. Es stehen zur Darstellung des Etagenwechsels spezifische Piktogramme mit Treppensymbolen zur Verfügung.
Besitzen Sie keine automatische Sicherheitsbeleuchtung, müssen Sie auf langnachleuchtende Rettungszeichen zurückgreifen. Die Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR A1.3) schreiben vor, dass diese wenigstens die Anforderungen der DIN 67510 Klasse C erfüllen. Durch diese Schilder soll auch bei Stromausfall eine Orientierung gewährleistet sein.





